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		<title>Reblogged: Der EU-Blog(1) &#8211; Kampf um die Aufmerksamkeit</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 15:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein älterer Blogbeitrag, der die meine nächsten Beiträge einleiten soll. Zu erst erschienen auf freitag.de Die Europäische Union bleibt oft ein Buch mit sieben Siegeln, und Brüssel wird häufig als Synonym für Bürgerferne und Lobbyismus benutzt. Ich möchte mit diesem Blog eine Reihe starten, in der ich Menschen vorstelle, die rund um die EU arbeiten.&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2013/05/12/reblogged-der-eu-blog1-kampf-um-die-aufmerksamkeit/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=293&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein älterer Blogbeitrag, der die meine nächsten Beiträge einleiten soll. Zu erst erschienen auf freitag.de</p>
<p>Die Europäische Union bleibt oft ein Buch mit sieben Siegeln, und Brüssel wird häufig als Synonym für Bürgerferne und Lobbyismus benutzt. Ich möchte mit diesem Blog eine Reihe starten, in der ich Menschen vorstelle, die rund um die EU arbeiten. Was passiert in Brüssel? Wer arbeitet da? Wieso erfahren wir so wenig aus Europa? Wie sind die Abläufe? Wie viel Einfluss haben die Lobbyisten wirklich? Und was macht Brüssel eigentlich aus?</p>
<p>Diese und weitere Aspekte möchte ich mit unterschiedlichen Gesprächspartnerinnen und -partnern erläutern. Dabei geht es mir darum, dem anonymen EU-Betrieb menschlich fassbare Konturen zu verleihen. Wer dazu Anregungen hat oder bestimmte Fragen erörtert haben möchte, kann mir gern schreiben.</p>
<p><strong>Meine erste Interviewpartnerin: Teresa, 33, Journalistin aus Schweden</strong></p>
<p>Ich habe mich mit Teresa im Stoemelings verabredet, einer kleinen, typisch belgischen Kneipe am Place de Londres. Fünf Minuten entfernt vom Europäischen Parlament und am Rande des afrikanisch geprägten Viertels Matongé gelegen, trifft sich hier ein gemischtes Publikum aus Belgiern, EU-Menschen und anderen Zugewanderten. Ich setze mich an einen einfachen Holztisch, bestelle einen Lait Russe &#8211; die belgische Variante des Milchkaffees. Pam, die Kneipenbesitzerin, diskutiert am Nebentisch die Zubereitung tibetanischer Speisen mit zwei Asiatinnen, während ihr einziger Mitarbeiter mir den Kaffee zubereitet. Pams Familie stammt aus Tibet, sie selbst ist in Belgien aufgewachsen. Auch ihr Mitarbeiter kommt aus einer asiatischen Einwandererfamilie. Ich rede hier immer Französisch &#8211; man kommt sich doch etwas komisch vor, wenn auch mit Belgiern immer englisch oder deutsch gesprochen wird.</p>
<p>Das Wetter ist grau, und durch die dunkle Holzverkleidung ist es in der Kneipe noch dunkler, nur die Spiegel an der Rückwand reflektieren das Licht. Teresa kommt pünktlich, wirkt aber gestresst. „Seit dem Beginn der Griechenlandkrise hat mich unsere Finanz- und Wirtschaftsredaktion für sich gebucht“ erklärt sie leicht außer Atem. Sie arbeitet seit Januar für eine der beiden großen schwedischen Tageszeitungen als Korrespondentin, war vorher als eine der typischen Bauchladenjournalistinnen für verschiedene Publikationen in Brüssel als Freelancer tätig. Insgesamt ist sie bereits seit fünf Jahren in Brüssel. Ich lasse sie etwas zur Ruhe kommen, bevor ich ihr meine Fragen stelle. Sie bestellt sich einen Rotwein, legt das Handy auf den Tisch. Die Familie wolle noch aus Schweden anrufen. Für mich ist das natürlich kein Problem.</p>
<p>Ich erkläre ihr, was ich genau vorhabe und auf welcher Plattform ich den Blog schreibe. Sie tippt etwas ins Handy, bevor wir anfangen. Ob es schon immer ihr Wunsch gewesen sei, in Brüssel zu arbeiten? „Ich bin eine typische Europäerin“ antwortet sie. „Meine Mutter ist Spanierin, mein Vater halb deutsch, halb dänisch &#8211; und ich bin in Schweden aufgewachsen. Ich ging später in Frankreich zur Schule, war dann in Spanien. Ich wußte daher schon früh, dass ich meine Sprachkenntnisse nutzen wollte. Als ich dann vor der Wahl stand, habe ich mich gegen ein Studium als Übersetzerin entschieden und für den Journalismus.“ Ihr sei es wichtig gewesen, selbst etwas aussagen zu können, und nicht nur Meinungen anderer wiederzugeben. Den Schwerpunkt EU-Journalismus habe sie dann gewählt, weil Europa schon damals als wenig attraktiv galt unter Journalisten. Dies schien ihr die richtige Nische zu sein, um trotz des Konkurrenzdrucks in der Medienwelt einen interessanten Job bekommen zu können. So sei sie dann auch für ein Praktikum nach Brüssel gekommen und ist gleich geblieben.</p>
<p><strong>„Die EU sehe ich sehr pragmatisch.“</strong></p>
<p>„Was bedeutet die Europäische Union dann für Dich?“ stelle ich die nächste Frage. Europa sehe sie eher pragmatisch, antwortet sie. Da Schweden ja sehr spät der EU beigetreten sei, hätte auch sie nicht diese emotionale Verbundenheit wie viele Deutsche oder Franzosen. „Das Friedensprojekt Europa hat sicherlich große historische Bedeutung, aber die Menschen halten Frieden mittlerweile für etwas Selbstverständliches. Die Zeit schreitet voran, und die Menschen müssen vom Sinn der Europäischen Union mit anderen Argumenten überzeugt werden. Ganz pragmatisch, auch kritisch. Mit sentimentalem Pathos kommen wir nicht weiter.“ Sie stelle Leuten immer die praktischen Vorteile der Europäischen Union dar, beim Umweltschutz, der Bekämpfung der organisierten Kriminalität oder bei Krankheitsepidemien. Dies seien alles Probleme, die nationale Grenzen ignorierten. Da sei die europäische Harmonisierung in vielen Fällen sehr hilfreich. Aber man dürfe auch die Probleme nicht verleugnen. So sei heute niemandem mehr zu vermitteln, warum das Europäische Parlament einmal im Monat in Strassburg tagen müsse.</p>
<p>Welche Themen sie denn schwerpunktmäßig bearbeite? „Nun, als Korrespondentin muss ich alle politischen Bereiche abdecken, im Moment ist es halt sehr viel Finanz- und Wirtschaftspolitik. Vorher habe ich mich schwerpunktmäßig mit der Innen- und Rechtspolitik sowie der Außen- und Verteidigungspolitik beschäftigt. Aber grundsätzlich versuche ich den Leuten bei allem zu erklären, warum Entscheidungen auf europäische Ebene getroffen werden und welche technischen wie rechtlichen Probleme es bei deren Umsetzung gibt.“ So benötige das eine Land die Zustimmung des Parlaments, ein anderes müsse in einigen Fällen ein Referendum abhalten &#8211; und Deutschland habe ständig Probleme mit dem Verfassungsgericht, das es in Schweden z.B. nicht gebe. Ein Europäischer Konsens brauche daher Zeit, er müsse zwischen den Europäischen Institutionen und den Mitgliedstaaten ausgehandelt werden. Das müsse erstmal dargelegt werden.</p>
<p><strong>„Es ist ein ständiger Kampf, Europäische Themen in die Zeitung zu bekommen.“</strong></p>
<p>An dieser Stelle des Gesprächs meldet sich ihr Telefon. Während sie das Gespräch führt, bestelle ich mir einen weiteren Kaffee und schaue mich um. Das Publikum hat gewechselt, es sitzen einige spanische Abgeordnetenmitarbeiter am Fenster, am Tisch daneben feiern einige junge Belgier. Die beiden Frauen neben uns geniessen mittlerweile so etwas wie tibetanische Ravioli. Schließlich beendet Teresa das Telefonat lächelnd, aber etwas erregt: „Das war meine Redaktion. Sie wollen, dass ich am Sonntag die Titelstory schreibe. Der Sondergipfel zur Griechenlandkrise.“</p>
<p>Ich schließe meine Frage an, wie denn generell die EU in Schweden wahrgenommen werde? „Kaum. Sonst ist es sehr schwierig, überhaupt Artikel über Brüsseler Politik in die Zeitungen zu bekommen. Ehrlich gesagt bin ich eigentlich etwas frustriert darüber, immer dafür kämpfen zu müssen, dass meine Artikel gedruckt werden.“ Schweden hätte der Beitritt zur Europäischen Union nun mal nicht besonders verändert, daher sei das Interesse gering. Folglich gebe es in Brüssel auch mehr maltesische Journalisten als schwedische. Was dazu führe, dass sie als einzige Korrespondentin der großen schwedischen Tageszeitungen für die schwedischen Politiker auf europäischer Ebene von enormer Bedeutung sei &#8211; als freelancer sei sie nicht so beachtet worden.</p>
<p>Ohnehin nutze die schwedische Politik die EU vorwiegend als Ausrede. „Wenn sie etwas unpopuläres durchsetzen, dann liegt es an Europa &#8211; und wenn sie eine andere Entscheidung nicht treffen wollen, dann geht es nicht, weil Europäische Gesetze es verbieten. Dabei will ich doch von der schwedischen Politik, dass sie schwedische Interessen in Brüssel vertritt und annehmbare Kompromisse aushandelt.“ Mittlerweile hätte sich allerdings gezeigt, dass auch kleinere Länder ihre Interessen durchsetzen könnten, wenn sie eine Vermittlerrolle einnehmen. Einem schwedischen Vorschlag könne mitunter eher zugestimmt werden als einem deutschen, französischen oder englischen, selbst wenn er inhaltsgleich sei.</p>
<p><strong>„Ich liebe Brüssel!“</strong></p>
<p>Ich frage sie, ob ihr Brüssel eigentlich gefällt. „Ich liebe es!“ antwortet sie enthusiastisch. „Brüssel ist voll Leben, Musik, Kunst, Kultur, es ist ständig etwas los. Eigentlich lebe ich ja im Euroland, habe täglich mindestens 30 unterschiedliche Nationalitäten um mich. Und Brüssel ist ja ohnehin multikulturell geprägt, Flamen und Wallonen organisieren viele Festivals. Außerdem sind die Opernhäuser toll, und ich liebe Oper.“ Belgien habe zwar einen chaotischen Ruf, aber eigentlich sei es sehr liebenswert. Letztlich hätten die Belgier die Fähigkeit, in den aussichtslosesten Situationen noch irgendwie einen Kompromiss zu finden. Einzig der Wohnstandard würde sie ab und an stören, das sei mit Deutschland oder den skandinavischen Ländern wirklich nicht zu vergleichen.</p>
<p>Ich lächle, jeder Expat kennt die Probleme mit Warmwasserboilern, Heizungen und undichten Fenstern. Wir lassen das Gespräch bei einem Glas Rotwein ausklingen und machen uns anschließend auf den Weg zum Place Lux &#8211; eigentlich Place Luxembourg, einer stark frequentierten Ansammlung von Bars direkt vor dem Europäischen Parlament. Teresa will noch eine dänische Freundin treffen, für mich liegt es auf dem Heimweg. Die Freundin arbeite als Freelancer, wie sie selbst zuvor. Als wir ihr vor einer weniger überlaufenen Kneipe des Platzes begegnen, führen wir die Unterhaltung kurz auf dänisch fort und Teresa berichtet vom Interview. Die Kollegin erzählt, dass sie demnächst auch Beiträge für ein Radioprogramm produzieren soll und dafür noch witzige Anekdoten suche. Ich schlage die berühmten Haikus des belgischen EU-Ratspräsidenten van Rompuy vor, als sich Teresas Handy mit einer SMS meldet. Ein Freund hat ihr geschrieben, die Freitag Community sei absolut lesenswert und sie hätte mit dem Interview nichts falsch gemacht. Ich rate ihr, den Blogbeitrag abzuwarten, verabschiede mich und unterquere das Europäische Parlament &#8211; die Arbeit wartet.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/293/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/293/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=293&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Prag durch die Augen Kafkas</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 20:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Kafka]]></category>
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		<category><![CDATA[Museum]]></category>
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		<description><![CDATA[Kaum ein Schriftsteller ist so unverwechselbar wie Franz Kafka. Die Beklemmung, die Hilflosigkeit die der Leser bei der Lektüre erlebt, diese Gefühle sind unmittelbar. Wenigstens unbewußt kennt sie jeder von uns, alleingelassen in einem Räderwerk der Bürokratie und der Entmenschlichung durch die Maschinerie der modernen Gesellschaft. In dieser Hinsicht ist Kafka aktuell, wird er immer&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2013/03/30/prag-durch-die-augen-kafkas/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=277&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ein Schriftsteller ist so unverwechselbar wie Franz Kafka. Die Beklemmung, die Hilflosigkeit die der Leser bei der Lektüre erlebt, diese<br />
Gefühle sind unmittelbar. Wenigstens unbewußt kennt sie jeder von uns, alleingelassen in einem Räderwerk der Bürokratie und der Entmenschlichung durch die Maschinerie der modernen Gesellschaft. In dieser Hinsicht ist Kafka aktuell, wird er immer aktuell bleiben. Umso gespannter war ich auf das Kafka-Museum in Prag. Wie würde es gelingen, die Atmosphäre und das Innenleben Kafkas in eine Ausstellung zu übertragen?</p>
<p>Ich kann gleich sagen: Es gelingt. Malerisch direkt an der Moldau gelegen, wird der Besucher durch das düstere Innere Franz Kafkas geführt, in denen Dokumente wie Erinnerungen, Filme und Installationen wie erlebte Gefühle als Inseln in der Dunkelheit aufleuchten.<br />
Dabei sind es die kleinen Dinge, die besonders beeindrucken. Schwankende Kästen verursachen beim Betrachter Unsicherheit und Schwindel. Schwankend wird er wie Kafka zerrissen zwischen den Einflüssen und Ansprüchen, die auf den Autoren einwirkten. Familiäre Verhältnisse, jüdische Tradition, deutsche wie tschechische Kultur und Sprache, sein sich zusehends verschlechternder Gesundheitszustand, die Pflichten des Dienstes, Beziehungen und Liebschaften.</p>
<p>In dieser Verdichtung finden wir uns wieder, in dieser Zerissenheit, die wir täglich erleben, den Ansprüchen, die an uns gestellt werden und die wir an uns selbst stellen. Dem Museum gelingt es, Kafka und seine Umgebung im besten Sinne erfahrbar zu machen. Ich habe Kafka für mich ganz neu entdecken können. Gerade im Kontrast zu Prag, dieser wunderschönen, malerischen Stadt, ist die Beschäftigung mit Kafka umso intensiver, wird die Menschenfeindlichkeit der modernen Arbeitswelt, die unter der Oberfläche zivilisierter Normen lauert, offenbart. So wurde mein Pragbesuch nicht zu einem touristischen, sondern vielmehr zu einem begrüßenswert kafkaesken Erlebnis.</p>
<p><a href="http:// http://www.kafkamuseum.cz/ShowPage.aspx?tabId=-1">Kafka-Museum</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/277/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/277/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=277&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Reblogged: Kaffee! Schwarz &#8211; Bitte!</title>
		<link>http://starkerkaffee.com/2013/03/22/reblogged-kaffee-schwarz-bitte/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 17:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Zeit lang musste ich auf Kaffee verzichten. Nun kann ich wieder geniessen. Daher nun die Ode an den Kaffee, wie er sein soll; Schwarz, heiß und stark! &#8212;&#8211; Grau. Warum waren Bahnfahrten immer so grau. Der Himmel: grau. Die Gesichter der Mitreisenden: grau. Temperatur: kaltgrau. Stimmung: müdgrau. Stimme der Schaffnerin: gelangweiltgrau. Die durchfahrenen Bahnhöfe:&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2013/03/22/reblogged-kaffee-schwarz-bitte/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=271&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Zeit lang musste ich auf Kaffee verzichten. Nun kann ich wieder geniessen. Daher nun die Ode an den Kaffee, wie er sein soll; Schwarz, heiß und stark!</em></p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<p>Grau. Warum waren Bahnfahrten immer so grau. Der Himmel: grau. Die Gesichter der Mitreisenden: grau. Temperatur: kaltgrau. Stimmung: müdgrau. Stimme der Schaffnerin: gelangweiltgrau. Die durchfahrenen Bahnhöfe: schimmerndgrau. Noch zwei Stunden dieses Grau. Schlafen ist wegen des Raps auf den mp3-Player Kopfhörern meines Nachbarn nicht möglich, also was tun?</p>
<p>Ich überlege kurz, kämpfe mich schließlich aus dem Sitz und mache mich auf den langen Weg zum Bistrowagen. Taumelnd bewege ich mich durch die Wagons, stütze mich auf den Kopflehnen ab, verliere das Gleichgewicht, wenn der Zug mal wieder schwankt wie ein Schiff auf hoher See. Endlich bin ich im Speiseabteil. Fünf genervte Bahnfahrer stehen an der Ausgabe Schlange. Die Abfertigung dauert lange, da die meisten die Frechheit haben, überteuerte Speisen oder Getränke zu bestellen, die leider schon aus sind &#8211; und sich daher ganz neu entscheiden müssen. Meistens nehmen die Leute dann irgendetwas und bezahlen einen Wucherpreis für ungewollte Nahrung, statt sich durch Konsumverweigerung hervorzutun.</p>
<p>Endlich bin ich an der Reihe. Einen Kaffee, schwarz, nein auch keinen Zucker. Die Bahnmitarbeiterin schaut mich etwas skeptisch an. Zur Sicherheit nehme ich mir noch ein Mineralwasser mit. Das ganze ist zusammen fast so teuer wie eine Packung Gourmet-Lachs, aber gut, ich habe ja keine Wahl. Nach heldenhafter Wanderung durch die schwankenden Wagons &#8211; ich habe es tatsächlich geschafft, den Kaffee nicht über eine Frau in Tigermuster-Aufmachung zu giessen &#8211; erreiche ich schließlich wieder meinen Platz. Ich richte mir alles so ein, dass ich gemütlich lesen und meinen Kaffee geniessen kann. Bis zum ersten Schluck. Mein Mund zieht sich zusammen, ich schaue ungläubig auf den Pappbecher, öffne den Deckel. Vorsichtig rieche ich an dem Gesöff, dass lediglich eine leicht bräunliche, dunkle Farbe mit dem gemein hat, was ich Kaffee nenne. Ich probiere einen zweiten Schluck, komme zum gleichen Ergebnis, stehe auf und entsorge den Kaffee in der Toilette.</p>
<p>Eine kleine Flasche Wasser später, fünf Seiten weiter und noch genervter komme ich am Zielbahnhof an. Wobei das nicht stimmt, der Bahnhof ist nicht mein Ziel, sondern das Gespräch wenige Stunden später. Ich fühle mich müde, abgespannt, will jetzt endlich etwas Ruhe und gehe daher zum nächsten Kaffeeladen. Ich schaue auf die Auslage, entscheide mich für einen Kuchen. Relativ zügig darf ich auch bestellen. Ich zeige auf den Kuchen, den ich bestelle, und natürlich möchte ich einen Kaffee dazu. Schwarz. Ohne Zucker. Diesmal ein leicht gelangweilter Blick von der Kassiererin. Welcher &#8220;Blend&#8221; es denn sein solle? Ich sage, ich möchte einfach nur guten Kaffee. Die seien alle gut, ich müßte mich halt entscheiden, aber der Caramel-Macchiato, die Vanilla-Latte oder der White-Mocca seien eher zu empfehlen. Mir schwant wieder das Böse, ich nehme den am wenigsten &#8220;teuren Houseblend&#8221;. Der ist aus. Also &#8220;Columbian Dream&#8221;. Die Frau schaut mich skeptisch an, der hätte eine ziemlich eigene Note, man sollte ihn besser nicht schwarz trinken. Ich antworte, Kaffee, der schwarz und ohne Zucker nicht schmeckt, ist kein Kaffee. Ich bestelle den kleinsten möglichen Becher.</p>
<p>In der Tat, kein wirklich guter Kaffee, aber um Längen besser als dieser Pseudokaffee aus dem Zug. Wahrscheinlich war der Kaffee sogar ganz gut, aber die Kaffeemaschinen, die diese Franchise-Kaffeeläden nutzen, mögen ja für Espresso oder Cappuccino geeignet sein, für richtigen, frisch gemahlenen Filterkaffee reicht es halt nicht. Das galt auch für die Bahn, denn diese Automaten da waren ebenfalls total ungeeignet. Den besten Kaffee in einem Zug hatte er mal bei einem Menschen erhalten, der finanziert durch die Arbeitsagentur als Frühstücksangebot frischen Kaffee und Brötchen im Zug verkaufte. Der hatte richtigen Kaffee dabei gehabt. Traurig. Früher gingen Läden pleite, wenn sie keinen vernünftigen Kaffee servierten. Heute ist es umgekehrt: Der Kaffee kann noch so gut sein, wenn man seinen Milchkaffee nicht &#8220;Café Latte&#8221; nennt oder irgendwelche künstlichen Geschmacksaromen zufügt, kann man gleich dichtmachen.</p>
<p>Ich trinke nun also diesen nicht ganz so schlecht schmeckenden &#8220;Columbian Dream&#8221; und versuche, mich auf meinen Termin vorzubereiten. Leider kaum möglich, da diese Kaffeemaschine beim Milchaufschäumen einen derartigen Krach macht, dass man meinen könnte, sie fliege dem &#8220;Barrista&#8221; gleich um die Ohren. Ich trinke dann also die Hälfte dieses Kaffees, gehe in mein Hotel und checke ein. Auf dem Zimmer angekommen bestelle ich mir einen Kaffee und eine Pizza, der Kuchen im Café war so trocken gewesen, dass ich nur zwei Bissen runterbekommen habe. 20 Minuten später klopft der Zimmerservice. Diesmal kann ich es schon gleich riechen: Richtiger Kaffee! und die Pizza ist auch nicht übel. Auf die Rechnung schaue ich erst später. Der Kaffee ist günstiger als in der Bahn. Ich bestelle noch einen, hole mein Buch raus, und geniesse die Stunde, die mir noch bleibt. Lesend und meinen Kaffee geniessend. Schwarz. Ohne Zucker. Einfach nur Kaffee.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/271/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/271/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=271&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zu Ehren von Douglas Adams: Oolon Colluphid</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2013 12:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Oolon Colluphid]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer Per Anhalter durch die Galaxis gelesen hat, kennt ihn und die Titel seiner Werke genau: Oolon Colluphid. Wie bei einem Autor aus einem Science Fiction-Roman nicht anders zu erwarten, ist uns dieser Religions- und Sexualphilosoph in vielerlei Hinsicht voraus. Bereits seine drei ersten Werke Wo Gott sich irrte, Noch ein paar von Gottes grössten&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2013/03/11/zu-ehren-von-douglas-adams-oolon-colluphid/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=259&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer <em>Per Anhalter durch die Galaxis</em> gelesen hat, kennt ihn und die Titel seiner Werke genau: <a href="http://hitchhikers.wikia.com/wiki/Oolon_Colluphid" target="_blank">Oolon Colluphid</a>. Wie bei einem Autor aus einem Science Fiction-Roman nicht anders zu erwarten, ist uns dieser Religions- und Sexualphilosoph in vielerlei Hinsicht voraus. Bereits seine drei ersten Werke <em>Wo Gott sich irrte</em>, <em>Noch ein paar von Gottes grössten Fehlern</em> und <em>Wer ist dieser Gott überhaupt?</em> verbanden auf geradezu geniale Weise die Kant&#8217;schen Kernfragen der Religionsphilosophie und der Erkenntnistheorie &#8211; &#8220;Was darf ich hoffen?&#8221; und &#8220;Was kann ich wissen?&#8221; &#8211; mit den Erfahrungswerten der menschlichen Zivilisationen seit dem 20.Jahrhundert. Diese Erfahrungen führen Colluphid zu einer Weltsicht, die der Schöpfung des Universums äußerst kritisch gegenübersteht:  &#8221;The story so far. In the beginning the universe was created. This made a lot of people very unhappy and has widely been regarded as a bad move.&#8221; Diese These, wonach bestimmte Dinge lieber nicht verwirklicht und schon gar nicht zum Vorschein kommen sollten, vertritt der Philosoph auch in seinem Werk <em>Was sie noch nie über Sex wissen wollten, aber rauszufinden gezwungen waren</em>. Da auf dem Feld der Sexualität jeder Leser, weiblich wie männlich, seine eigenen unschönen Entdeckungen gemacht hat, soll dieses Thema hier nicht weiter vertieft werden.</p>
<p>Auf Basis dieser schöpfungs- wie reproduktionskritischen Sicht gelingt es Colluphid nun, unter Zuhilfenahme der Logik, anhand des Babelfisches die Existenz Gottes zu widerlegen. Die Argumentation, im Einzelnen dargelegt in Colluphids bahnbrechendem Werk <em>Na, lieber Gott, das wars dann wohl</em>, wird von Douglas Adams in folgendem Zwiegespräch wiedergegeben:</p>
<ul>
<li>&#8220;Ich weigere mich zu beweisen, dass ich existiere&#8221;, sagte Gott, &#8220;denn ein Beweis ist gegen den Glauben, und ohne Glauben bin ich nichts.&#8221;</li>
<li>&#8220;Aber,&#8221; sagte der Mensch, &#8220;der Babelfisch ist doch eine bewusste Offenbarung, nicht wahr? Er hätte sich nicht zufällig entwickeln können. Er beweist, dass es dich gibt, und darum gibt es dich, deiner eigenen Argumentation zufolge, nicht. Q.e.d.&#8221;</li>
<li>&#8220;Ach, du lieber Gott,&#8221; sagte Gott, &#8220;daran habe ich gar nicht gedacht&#8221;, und löste sich prompt in ein Logikwölkchen auf.</li>
<li>&#8220;Na, das war aber einfach,&#8221; sagte der Mensch und bewies, weils gerade so schön war, dass Schwarz gleich Weiß war, und kam wenig später auf einem Zebrastreifen ums Leben.</li>
</ul>
<p>Damit weist er über Kant hinaus, der die Existenz oder Nichtexistenz eines Gottes (oder mehrerer Götter) auch mit Hilfe der Vernunft weder für beweisbar noch für widerlegbar hielt (siehe Kant, <em>Kritik der reinen Vernunft</em>). Insofern ist Colluphid ein Hoffnungsträger der modernen atheistischen Philosophie, deren Vertreter nun entspannt die Entdeckung des Babelfisches erwarten. Es bleibt für sie zu hoffen, dass dies der von Douglas Adams beschriebenen Sprengung der Erde durch die Vogonen vorausgeht. Bis dahin sammeln die <a href="http://oolon.awardspace.com/index.htm" target="_blank">Anhänger</a> Oolon Colluphids Fehler in der Entwicklung und Konzeption des Universums, die belegen sollen, dass der Schöpfung unmöglich ein göttlicher Wille innewohnen könne. Daraus erklärt sich, warum Colluphids Anhänger ebenso wie die weitergefasste Fangemeinde Adams&#8217; zu den stärksten Widersachern der Kreationisten gehören. Allein hierfür gebührt Douglas Adams ein besonderer Platz in der Geschichte der Literatur, der Philosophie und der Vernunft.</p>
<p>Übrigens: Wer das Buch jetzt lesen will, kann es <a href="http://de.scribd.com/doc/98232/Douglas-Adams-Per-Anhalter-durch-die-Galaxis-Band-1-Per-Anhalter-durch-die-Galaxis" target="_blank">hier</a> auch online geniessen &#8211; in diesem Sinne: Keine Panik!</p>
<p>Douglas Adams ist viel zu früh verstorben und wäre heute 61 Jahre alt geworden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/259/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/259/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=259&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Deutsche und die Menschenwürde</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2012 07:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Verfassungsgericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Deutschen sind ein beliebtes Volk. Wir setzen uns gerne für Menschenrechte, für Freiheit und Demokratie ein, engagieren uns global gegen Unterdrückung. Ein seit 1946 geläutertes Volk, dass sich in seiner Gründlichkeit so sehr in den Kampf Menschenrechte vertieft hat, dass es jedem anderen Staat gegenüber belehrend auftritt, sich als moralische Autorität empfindet. Doch die&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/07/21/der-deutsche-und-die-menschenwurde/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=242&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Deutschen sind ein beliebtes Volk. Wir setzen uns gerne für Menschenrechte, für Freiheit und Demokratie ein, engagieren uns global gegen Unterdrückung. Ein seit 1946 geläutertes Volk, dass sich in seiner Gründlichkeit so sehr in den Kampf Menschenrechte vertieft hat, dass es jedem anderen Staat gegenüber belehrend auftritt, sich als moralische Autorität empfindet. Doch die deutsche Wirklichkeit geht so gar nicht einher mit der eigenen Wahrnehmung. Das hat das Bundesverfassungsgericht gerade wieder festgestellt, als es die <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-07/asylbewerber-leistungen" target="_blank">Leistungen für Asylbewerber</a> sofort und rückwirkend auf den Sozialhilfesatz angehoben hat &#8211; bis ein neues Gesetz verabschiedet wird, dass das Existenzminimum garantiert. Die wütenden Kommentare in Internetforen wie bei <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/nach-diesem-urteil-sollten-wir-uns-ueber-die-nsu-nicht-mehr-wundern/" target="_blank">bild.de</a>  zeigen, wie sehr der Spiegel gehasst wird, in den uns die Gerichtsentscheidung blicken lässt &#8211; statt sich für die Betroffenen zu freuen, wird der Sozialneid geschürt. Das ist beschämend.</p>
<p>Denn was ist die AUSSAGE? Eines der reichsten Länder der Erde verweigerte Flüchtlingen über zwei Jahrzehnte(!) das Existenzminimum. Nicht nur, dass wir die Flüchtlingslast auf andere und ärmere europäische Randstaaten abgewälzt haben und uns nun über jeden Cent aufregen, den wir zur Eurorettung beitragen. Nein, den Bedürftigsten gönnen wir nichts, und wenn es sich auch noch um Flüchtlinge aus fremden Ländern handelt, dann ist schon das Schwarze unter den Nägeln zu viel. Der Neid und der Hass formen eine Allianz der Niedertracht, die sich gegenüber den Schwächsten Luft verschafft.</p>
<p>Denn die Wut der Diskutanten müsste sich eigentlich gegen sich selbst richten, gegen die Figur im Spiegel, die nicht aufbegehrt, wenn Banken mit Milliarden gerettet werden. Die nicht aufschreit, wenn Manager noch mit horrenden Abfindungen belohnt werden, nachdem sie ihren Konzern und damit tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit geführt haben. Die Figur, die es hinnimmt, dass Akteure auf virtuellen Finanzmärkten das demokratische System aushöhlen und ganze Gesellschaften in den Abgrund reißen. Nein, man spielt sich weiter das Lied des aufrichtigen, fleißigen Deutschen vor, der sich wundert warum er immer weniger Geld in der Tasche hat, während er nur im Discounter kauft, damit der Pauschalurlaub bezahlt werden kann und sich darüber echauffiert, wie brutal und unzivilisiert dieser oder jener Diktator ist und wie unmenschlich dieser seine Bevölkerung behandelt &#8211; um sich in Anwesenheit seiner illegalen Putzkraft aus der Ukraine über Sozialschmarotzer aufzuregen. &#8211; Heute ist die Doppelmoral ein Meister aus Deutschland. Leider.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/242/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/242/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=242&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Hängt Sie höher: Wenn EU-Beamte um ihr Leben fürchten</title>
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		<pubDate>Tue, 29 May 2012 20:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie kam nicht überraschend, und doch hat eine Kampagne in Brüssel für Angst und Schrecken gesorgt, die &#8220;Eurokraten&#8221; zum Selbstmord auffordert. Wie die Zeitung &#8220;European Voice&#8221; bereits am 03.Mai unter der Überschrift &#8220;Unions complain of threats to staff&#8221;  berichtete, werden in der belgischen Hauptstadt seit April Aufkleber und Plakate an Autos und Verkehrsschilder geklebt, die&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/05/29/hangt-sie-hoher-wenn-eu-beamte-um-ihr-leben-furchten/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=230&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kam nicht überraschend, und doch hat eine Kampagne in Brüssel für Angst und Schrecken gesorgt, die &#8220;Eurokraten&#8221; zum Selbstmord auffordert. Wie die Zeitung &#8220;European Voice&#8221; bereits am 03.Mai unter der Überschrift <a href="http://www.europeanvoice.com/article/imported/unions-complain-of-threats-to-staff/74250.aspx" target="_blank">&#8220;Unions complain of threats to staff&#8221;</a>  berichtete, werden in der belgischen Hauptstadt seit April Aufkleber und Plakate an Autos und Verkehrsschilder geklebt, die einen an seiner Krawatte hängenden EU-Beamten zeigt. Die Unterschrift fordert die Beamten in französischer Sprache auf, den Schlips nützlich einzusetzen.</p>
<p>Die Aktion ist mehr als irgendein Streich mit lokalen Wurzeln. Zwar sollen lokale Anarchistengruppen hinter der Kampagne stecken, um sich gegen Privilegien von EU-Beamten zu wehren &#8211; Dennoch entspricht es dem Bild und der Einstellung gegenüber der Europäischen Union, dass von Boulevardblättern und populistischen Politikern gern in der Öffentlichkeit gezeichnet wird. Da werden Menschen dann zu &#8220;Eurokraten&#8221;, dem Synonym für eine Kreatur, dem jede Würde abgesprochen wird. Es ist übrigens nicht bei den Aufklebern geblieben: Einzelne EU-Beamte sind bereits persönlich auf der Straße von Aktivistengruppen bedroht worden.</p>
<p>Nun streite ich gern über die Gentrifizierung und ihre brutalen Konsequenzen, die in Brüssel in der Tat verstärkt zu beobachten sind. Aber tausende von Menschen in den Selbstmord treiben zu wollen ist ekelhaft. Wir befinden uns hier auf einem Niveau, auf dem sich sonst nur dumpfster Nationalismus wiederfindet. Diese ganze entwürdigende Heraufbeschwören widerlichster Ressentiments hat zu dem nichts mit der interessierten Skepsis zu tun, die auf falter.at unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1634" target="_blank">Das Loblied auf Brüssels Bürokraten</a>&#8221; zum Vorschein kommt. Es ist erschreckend, wie schlecht es um Europa steht &#8211; noch schlimmer, wenn die Menschen im Namen der Gerechtigkeit blinden Hass säen. Das sind keine europäischen Werte, es sind vor allem nicht meine Werte. &#8211; Es gibt Tage, da ist mir nur noch schlecht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/230/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/230/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=230&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Reblogged: Eine Geschichte über meine Generation?!</title>
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		<pubDate>Mon, 28 May 2012 10:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich schreibe eine Geschichte über meine Generation und komm einfach nicht weiter. Woher kannte ich diesen Satz? Seit Wochen saß ich nun vor dem Bildschirm, der stets bockig war und weiß blieb. Eine Geschichte über meine Generation wollte ich schreiben. Etwas, das sie ausmachte, mich ausmachte, uns alle verband. Doch was war das? Ich steckte&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/05/28/reblogged-eine-geschichte-uber-meine-generation/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=226&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe eine Geschichte über meine Generation und komm einfach nicht weiter. Woher kannte ich diesen Satz? Seit Wochen saß ich nun vor dem Bildschirm, der stets bockig war und weiß blieb. Eine Geschichte über meine Generation wollte ich schreiben. Etwas, das sie ausmachte, mich ausmachte, uns alle verband. Doch was war das? Ich steckte fest, oder war das unbeschriebene Blatt Papier „unsere Generation“? Mußten wir unsere Geschichte erst noch erleben?</p>
<p>Ich wälzte Bücher, sah mir Filme an. Ging geschichtliche Daten durch. Den Fall der Mauer als Teenager erlebt. Hat es uns verändert? Wir haben 16 Jahre Kohl er- und überlebt. Hat es uns geschädigt? Aus den Tiefen der Ignoranz stieg George W. Bush auf. Was sollte uns das sagen? Ist die Geschichte unserer Generation, dass wir noch die größten Umwälzungen, die dümmsten Machthaber und die schlechteste Politik mit stoischem Gleichmut über uns ergehen lassen? Ist der Beitrag meiner Generation, sich eines Beitrages zu enthalten?</p>
<p>Ich gehe durch die Straßen, höre Musik und schaue in unsere Gesichter. Leere. Ziellosigkeit. Wenn überhaupt sind wir die Generation, die Aufräumen darf. Reparieren. Wir sind die Generation der Reparateure. Atommüll, Klimawandel, Terrorgefahr, Sozialsystem, Gesundheitsversorgung, Integration, das Finanzsystem, alles renovierungsbedürftig oder komplett abrissreif. Die letzten Generationen kippen uns ihren Müll vor die Füsse, und wir dürfen unseren Kindern diesen Mist erklären. Deshalb zeugen wir auch so wenige, denn wer will so was schon erklären oder gar rechtfertigen?</p>
<p>Nein, unsere Generation ist kein unbeschriebenes Blatt. Wir sind das vergessene Heft, mit Eselsohren und Kaffeeflecken bedeckt, und warten darauf aufgeschlagen zu werden. Vielleicht wird das nie passieren. Wenn niemand die Kraft findet, die erste Seite selbst aufzuschlagen, wird diese Generation nichts prägen. Nur geprägt worden sein. Zugerichtet. Nach dem Bilde der letzten Generationen. Die Form stimmt, der Inhalt ist belanglos. War das unsere Generation?</p>
<p>Wir fügen uns in ein System ein, das nicht das unsere ist, nicht das unserer Zeit. Wir merken, die Jacke passt nicht, aber wir haben es lieber unbequem als uns aufzulehnen. Banken verbrennen unsere Zukunft, wir betreiben private Altersfürsorge. Ist das unserer Generation? Musikhörend durch die Welt gehen und sie spurlos wieder verlassen? Als wären wir nie da gewesen?</p>
<p>Bei den Wikingern galt der Nachruhm als das Größte, was ein Krieger erreichen kann. Welchen „Ruhm“ häufen wir in der Gegenwart an? Die Braven werden vergessen sein. Das wäre der Refrain unserer Generation. Bis jetzt. Denn noch habe ich Hoffnung, fangen wir vielleicht erst an? Die besten sterben jung, aber jung sterben heißt heute doch nur nicht 100 zu werden. Das birgt noch die Chance auf über 60 Jahre Revolution. oder Rebellion. oder Veränderung. oder&#8230; weniger.</p>
<p>Langsam gehe ich durch den Park. Wie meine Generation laufe ich angepasst hindurch, keine Experimente. Vielleicht ist es auch einfach schwer geworden zu provozieren, vielleicht ist unsere Generation dafür schon zu alt. Aber handeln wird sie müssen, denn bald tragen wir diesen maroden Laden. Grübelnd laufe ich weiter, warum fällt mir einfach sonst nichts ein. Da, eine Textzeile: „Ich schreibe ein Lied über meine Generation und komm einfach nicht weiter“. Es geht mir da ganz ähnlich. Nur anders.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/226/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/226/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=226&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zum Abschalten: Sarrazin bei Jauch</title>
		<link>http://starkerkaffee.com/2012/05/20/zum-abschalten-sarrazin-bei-jauch/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 13:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
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		<category><![CDATA[Zuwanderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Talkshows im besten Falle überflüssig sind, ist bekannt. Heute Abend erreicht das Format in der Sendung &#8220;Jauch&#8221; einen neuen Tiefpunkt. Ein durch seine rassistischen Gentheorien zum Millionär gewordener Herr Sarrazin ist eingeladen, sein neues Buch zum Thema &#8220;Euro&#8221; in einem &#8220;Streitgespräch&#8221; mit Peer Steinbrück zu promoten. Ob Herr Sarrazin in seinem Buch irgendetwas sinnvolles&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/05/20/zum-abschalten-sarrazin-bei-jauch/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=188&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Talkshows im besten Falle überflüssig sind, ist bekannt. Heute Abend erreicht das Format in der Sendung &#8220;Jauch&#8221; einen neuen Tiefpunkt. Ein durch seine rassistischen Gentheorien zum Millionär gewordener Herr Sarrazin ist eingeladen, sein neues Buch zum Thema &#8220;Euro&#8221; in einem &#8220;Streitgespräch&#8221; mit Peer Steinbrück zu promoten. Ob Herr Sarrazin in seinem Buch irgendetwas sinnvolles zum Thema zu sagen hat, ist zu bezweifeln und eigentlich auch nebensächlich.</p>
<p>Viel wichtiger ist die Frage: Warum gibt die ARD rassistischen Hasspredigern eine Bühne? Und warum lässt sich Peer Steinbrück darauf ein?</p>
<p>Die von Herrn Sarrazin vertretenen Thesen zum Thema &#8220;Zuwanderung&#8221; beruhten auf einem biologistischen, falschen und von der Rassenideologie geprägten Bild der Vererbungslehre. Es ist eine Sache, dass er keine Ahnung von der Materie hat, es ist eine andere, Menschen aus bestimmten Kulturkreisen als dumm und minderwertig zu charakterisieren. Personen, die ein solches Weltbild verbreiten haben in öffentlich-rechtlichen Programmen aus meiner Sicht keinen Platz. Peer Steinbrück sollte sich auch fragen lassen, ob er mit seinem Auftritt ausgerechnet Sarrazin noch aufwerten will, wo die Mehrheit in der SPD nach wie vor einen Parteiausschluss befürwortet. Doch offenbar sind die rechten Terroranschläge in Norwegen und die Mordserie des &#8220;NSU&#8221;-Trios schon vergessen worden &#8211; denn aus Büchern und Aussagen von Personen wie Herrn Sarrazin leiten diese Terroristen die Legitimation ab, &#8220;Fremde&#8221; zu töten und Zuwanderung gewaltsam zu begegnen. Wenn die ARD sich auf ein solches Niveau begibt, ist das peinlich und gerade zum Geburtstag des Inkrafttretens des Grundgesetzes unwürdig. Dort steht: &#8220;Die Würde des Menschen ist unantastbar&#8221; &#8211; nicht nur die Würde des &#8220;Deutschen&#8221;. Vielleicht sollte das mal thematisiert werden? Aber bitte nicht in einer Talkshow.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/188/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/188/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=188&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Den Neonazis und Rassisten die rote Karte zeigen: Wählen gehen!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 10:56:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind nicht nur die Morde der Neonazi-Terroristen, die mir Angst machen, es sind vielmehr auch die Aufmärsche von PRONRW und anderen antidemokratischen und rassistischen Parteien und Organisationen, die mir Sorge bereiten. Die eine moderne und offene Gesellschaft in Deutschland zu untergraben suchen. Die die Integration und Zusammenleben der Menschen in Frage stellen. Und vor&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/05/13/den-neonazis-und-rassisten-die-rote-karte-zeigen-wahlen-gehen/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=183&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind nicht nur die Morde der Neonazi-Terroristen, die mir Angst machen, es sind vielmehr auch die Aufmärsche von PRONRW und anderen antidemokratischen und rassistischen Parteien und Organisationen, die mir Sorge bereiten. Die eine moderne und offene Gesellschaft in Deutschland zu untergraben suchen. Die die Integration und Zusammenleben der Menschen in Frage stellen. Und vor allem deshalb engagiere ich mich für eine Partei, deshalb gehe ich wählen, in meinem Fall die SPD. Denn je mehr Menschen zeigen, dass sie hinter der Demokratie stehen, je breiter ist das Bündnis gegen diesen menschenverachtenden Extremismus. Mein Wunsch für heute: Eine hohe Wahlbeteiligung in NRW, eine Wahl, bei der rechte Parteien möglichst wenig Stimmen bekommen. Daher bitte ich alle: Gehen Sie wählen, <strong>wählen Sie Kandidaten und Parteien, die sich klar von fremdenfeindlichen Strömungen abgrenzen und stärken Sie die Demokratie</strong>.</p>
<p>- Ach ja: Danach bitte weitermachen, die eigenen Probleme äußern und die Gewählten direkt ansprechen. Nur so kann Demokratie in beide Richtungen funktionieren. Nicht alle 4 Jahre an der Wahlurne, sondern auch im Alltag, wenn der Schuh drückt &#8211; oder Schlimmeres.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/183/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/183/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=183&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kaffee. Schwarz. Bitte!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 22:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>starkerkaffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>

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		<description><![CDATA[Grau. Warum waren Bahnfahrten immer so grau. Der Himmel: grau. Die Gesichter der Mitreisenden: grau. Temperatur: kaltgrau. Stimmung: müdgrau. Stimme der Schaffnerin: gelangweiltgrau. Die durchfahrenen Bahnhöfe: schimmerndgrau. Noch zwei Stunden dieses grau. Schlafen ist wegen des Raps auf den mp3-Player Kopfhörern meines Nachbarn nicht möglich, also was tun? Ich überlege kurz, kämpfe mich schließlich aus&#160;&#8230; <a href="http://starkerkaffee.com/2012/05/12/kaffee-schwarz-bitte/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=180&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Grau. Warum waren Bahnfahrten immer so grau. Der Himmel: grau. Die Gesichter der Mitreisenden: grau. Temperatur: kaltgrau. Stimmung: müdgrau. Stimme der Schaffnerin: gelangweiltgrau. Die durchfahrenen Bahnhöfe: schimmerndgrau. Noch zwei Stunden dieses grau. Schlafen ist wegen des Raps auf den mp3-Player Kopfhörern meines Nachbarn nicht möglich, also was tun?</p>
<p>Ich überlege kurz, kämpfe mich schließlich aus dem Sitz und mache mich auf den langen Weg zum Bistrowagen. Taumelnd bewege ich mich durch die Wagons, stütze mich auf den Kopflehnen ab, verliere das Gleichgewicht, wenn der Zug mal wieder schwankt wie ein Schiff auf hoher See. Endlich bin ich im Speiseabteil. Fünf genervte Bahnfahrer stehen an der Ausgabe Schlange. Die Abfertigung dauert lange, da die meisten die Frechheit haben, überteuerte Speisen oder Getränke zu bestellen, die leider schon aus sind &#8211; und sich daher ganz neu entscheiden müssen. Meistens nehmen die Leute dann irgendetwas und bezahlen einen Wucherpreis für ungewollte Nahrung, statt sich umzudrehen und mit leeren Händen an den Platz zurückzukehren.</p>
<p>Endlich bin ich an der Reihe. Einen Kaffee, schwarz, nein auch keinen Zucker. Die Bahnmitarbeiterin schaut mich etwas skeptisch an. Zur Sicherheit nehme ich mir noch ein Mineralwasser mit. Das ganze ist zusammen fast so teuer wie eine Packung Gourmet-Lachs, aber gut, ich habe ja keine Wahl. Nach heldenhafter Wanderung durch die schwankenden Wagons &#8211; ich habe es tatsächlich geschafft, den Kaffee nicht über eine Frau in Tigermuster-Aufmachung zu giessen &#8211; erreiche ich schließlich wieder meinen Platz. Ich richte mir alles so ein, dass ich gemütlich lesen und meinen Kaffee geniessen kann. Bis zum ersten Schluck. Mein Mund zieht sich zusammen, ich schaue ungläubig auf den Pappbecher, öffne den Deckel. Vorsichtig rieche ich an dem Gesöff, dass lediglich eine leicht bräunliche, dunkle Farbe mit dem gemein hat, was ich Kaffee nenne. Ich probiere einen zweiten Schluck, komme zum gleichen Ergebnis, stehe auf und entsorge den Kaffee in der Toilette.</p>
<p>Eine kleine Flasche Wasser später, fünf Seiten weiter und noch genervter komme ich am Zielbahnhof an. Wobei das nicht stimmt, der Bahnhof ist nicht mein Ziel, sondern das Gespräch zwei Stunden später. Ich fühle mich müde, abgespannt, will jetzt endlich etwas Ruhe und gehe daher zum nächsten Kaffeeladen. Ich schaue auf die Auslage, entscheide mich für einen Kuchen. Relativ zügig darf ich auch bestellen. Ich zeige auf den Kuchen, den ich bestelle, und natürlich möchte ich einen Kaffee dazu. Schwarz. Ohne Zucker. Diesmal ein leicht gelangweilter Blick von der Kassiererin. Welcher &#8220;Blend&#8221; es denn sein solle? Ich sage, ich möchte einfach nur guten Kaffee. Die seien alle gut, ich müßte mich halt entscheiden, aber der Caramel-Macchiato, die Vanilla-Latte oder der White-Mocca seien eher zu empfehlen. Mir schwant wieder das Böse, ich nehme den am wenigsten &#8220;teuren Houseblend&#8221;. Der ist aus. Also &#8220;Columbian Dream&#8221;. Die Frau schaut mich noch skeptischer an, der hätte eine ziemlich eigene Note, man sollte ihn besser nicht schwarz trinken. Ich antworte, Kaffee, der schwarz und ohne Zucker nicht schmeckt, ist kein Kaffee. Ich bestelle den kleinsten möglichen Becher.</p>
<p>In der Tat, kein wirklich guter Kaffee, aber um Längen besser als dieser Pseudokaffee aus dem Zug. Wahrscheinlich war der Kaffee sogar ganz gut, aber die Kaffeemaschinen, die diese Franchise-Kaffeeläden nutzen, mögen ja für Espresso oder Cappuccino geeignet sein, für richtigen, frisch gemahlenen Filterkaffee reicht es halt nicht. Das galt auch für die Bahn, denn diese Automaten da waren ebenfalls total ungeeignet. Den besten Kaffee in einem Zug hatte ich mal bei einem Menschen erhalten, der finanziert durch die Arbeitsagentur als Frühstücksangebot frischen Kaffee und Brötchen im Zug verkaufte. Der hatte richtigen Kaffee dabei gehabt. Traurig. Früher gingen Läden pleite, wenn sie keinen vernünftigen Kaffee servierten. Heute ist es umgekehrt: Der Kaffee kann noch so gut sein, wenn man seinen Milchkaffee nicht &#8220;Café Latte&#8221; nennt oder irgendwelche künstlichen Geschmacksaromen zufügt, dann kann man gleich dichtmachen.</p>
<p>Ich trinke nun also diesen nicht ganz so schlecht schmeckenden &#8220;Columbian Dream&#8221; und versuche, mich auf meinen Termin vorzubereiten. Leider kaum möglich, da diese Kaffeemaschine beim Milchaufschäumen einen derartigen Krach macht, dass ich Angst habe, sie könnte mir gleich um die Ohren fliegen. Ich trinke dann also die Hälfte dieses Kaffees, gehe in mein Hotel und checke ein. Auf dem Zimmer angekommen bestelle ich mir einen Kaffee und eine Pizza, der Kuchen im Café war so trocken gewesen, dass ich nur zwei Bissen runterbekommen habe. 20 Minuten später klopft der Zimmerservice. Diesmal kann ich es schon gleich riechen: Richtiger Kaffee! und die Pizza ist auch nicht übel. Auf die Rechnung schaue ich erst später. Der Kaffee ist günstiger als in der Bahn. Ich bestelle noch einen, hole mein Buch raus, und geniesse die Stunde, die mir noch bleibt. Lesend und meinen Kaffee geniessend. Schwarz. Ohne Zucker. Einfach nur Kaffee.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/starkerkaffee.wordpress.com/180/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/starkerkaffee.wordpress.com/180/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=starkerkaffee.com&#038;blog=30297107&#038;post=180&#038;subd=starkerkaffee&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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