Das Lächeln einer Mutter

Da stand er nun, der kleine Junge, und schaute erst seine Mutter, dann seine Schwester ratlos durch die Scheibe an. Kein „Pain au chocolat“ mehr. Die letzten beiden Exemplare dieser leckeren Backware wurden gerade in eine Tüte gesteckt, und sollten mir überreicht werden. Ja, ich war Schuld, mal wieder, diesmal am Unglück einer Mutter, einem bevorstehenden Familienkrach … Weiterlesen

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Kaffee. Schwarz. Bitte!

Grau. Warum waren Bahnfahrten immer so grau. Der Himmel: grau. Die Gesichter der Mitreisenden: grau. Temperatur: kaltgrau. Stimmung: müdgrau. Stimme der Schaffnerin: gelangweiltgrau. Die durchfahrenen Bahnhöfe: schimmerndgrau. Noch zwei Stunden dieses grau. Schlafen ist wegen des Raps auf den mp3-Player Kopfhörern meines Nachbarn nicht möglich, also was tun? Ich überlege kurz, kämpfe mich schließlich aus … Weiterlesen

Grauer Morgen

05:49 Uhr. Bahnhof Bruxelles-Midi. Menschen stehen Schlange und warten darauf, dass der „Panos“ öffnet. „Jeden verdammten Montag“, dachte er bei sich und stellte sich widerwillig an. Er war zu früh aufgebrochen, zu früh aufgewacht, hatte zu kurz und zu schlecht geschlafen. Jede Woche die gleiche Tortur. Das fatale an der Fahrt war dieser Elende Bahnhof. … Weiterlesen

Abgeschieden

Die Aussicht muss atemberaubend sein, dachte er bei sich, während er hinaus in den Schneesturm schaute. Irgendwo hinter den Scheiben, hinter den Schneewolken musste das Tal, mussten die Berge liegen. An diesem Tage würde er sie wohl nicht zu sehen bekommen. Er seufzte, nahm seinen Kaffee und lauschte den schneegedämpften Geräuschen des Hauses. Irgendwo knarrte … Weiterlesen